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Privatentnahme und Privateinlage

Privatentnahme und Privateinlage sind Konten, die in den meisten Unternehmen fester Bestandteil im Alltag sind. Grundsätzlich gibt es sechs Möglichkeiten eines Transfers zwischen Privat und Unternehmen.

Privatentnahme

Die sechs Möglichkeiten für eine Privatentnahme oder Privateinlage.

Privatentnahme Privateinlage
1 Es wird Bargeld aus dem betriebl. Vermögen in das Privatvermögen transferiert.
Beispiel: Aus dem betrieblichen Bankkonto wird Geld an das Privatkonto überwiesen.
(Privatentnahme an Bank)
4 Es wird Bargeld aus dem Privatvermögen in das betriebl. Vermögen transformiert.
Beispiel: Es wird eine Umbuchung vom Privatkonto auf das betriebliche Bankkonto getätigt. (Bank an Privateinlage)
2 Es wird eine private Eingangsrechnung aus dem betrieblichen Vermögen beglichen.
Beispiel: Die private Haftpflicht wird über das betriebliche Bankkonto beglichen.
(Privatentnahme an Bank)
5 Es wird eine betriebliche Eingangsrechnung aus dem Privatvermögen bezahlt.
Beispiel: Eine Tankquittung für den betrieblichen Pkw wird aus dem persönlichen Portmonee gezahlt.
(laufende Kfz-Kosten an Privateinlage)
3 Es werden Waren oder Dienstleistungen für Privatzwecke verwendet.
Beispiel: Es werden Waren für den täglichen Bedarf aus dem Geschäft für den persönlichen Verbrauch entnommen.
(Privatentnahme an Unentgeltlich Wertabgabe)
6 Es wird ein Privatgut in das betriebliche Vermögen überführt.
Beispiel: Ein privater Pkw wird zukünftig als betriebliches Auto geführt.
(PKW an Privateinlage)

Privatentnahme und Privatausgabe sind Unterkonten des Eigenkapital. Damit haben sie keinen Einfluss auf den Gewinn oder Verlust. Die beiden Kontenbestände gehen damit auch nicht in die EÜR ein. Jedoch bleiben, wie im Fall 5 beschrieben, betrieblich verursachte Ausgaben Aufwendungen und stehen damit in der EÜR.

Im 6. Fall muss eine Bewertung des Sachgutes (z. B. Pkw) erfolgen. Da das Sachgut aus dem Privatbesitz stammt, kann keine Vorsteuer in Anspruch genommen werden. Das wird Ihnen auffallen, wenn Sie einen gebrauchten Pkw über ein Autohaus von einem privaten Vorbesitzer erwerben. Auf die Ermittlung des betrieblichen Erfolgs haben nur zukünftige Abschreibungen auf das Sachgut Auswirkungen.

Im 3. Fall hat die Privatentnahme von Waren oder Dienstleistungen sowohl für die Gewinnermittelung als auch auf die Umsatzsteuer Einfluss. Die Warenentnahme für Privatzwecke wird wie ein Erlös behandelt und erhöht damit den Gewinn. Sofern der Unternehmer am Umsatzsteuerverfahren teilnimmt, fällt auf den „Erlös“ Umsatzsteuer an.

Jede Privatentnahme und Privatausgabe ist in der Steuererklärung anzugeben. Ein Unternehmer, der dem eigenen Geschäft Waren oder Dienstleistungen entnimmt oder einen betrieblichen Pkw auch privat nutzt, hat Privatentnahmen.Privatentnahme

Vorgründungskosten als Privateinlagen

Wer bilanziert hat die Möglichkeit bestimmte Vorgründungskosten zu aktivieren. Wer eine EÜR macht, dem steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung.

Um dennoch Vorgründungskosten in der EÜR zu verbuchen und damit steuerlich geltend machen zu können, können die Vorgründungskosten als Privateinlagen in das Unternehmen überführt werden.

Ein Beispiel:

In Vorbereitung auf die Gründung hatten Sie Einkäufe zu tätigen, Behörden aufzusuchen, ein Gründungsseminar zu besuchen. Es sind also Fahrtkosten entstanden. Als Privatperson können Sie diese steuerlich nicht geltend machen.

Auch wenn die Gründung, z.B. durch die Gewerbeanmeldung, noch nicht vollzogen wurde, sind diese Tätigkeiten betrieblich veranlasst. Und damit beginnt die Unternehmerschaft.

Damit sind drei Handhabungen denkbar:

* Wer entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die Einnahme-Ausgabe-Rechnung bucht (also ohne Kasse und Bank) kann die Fahrtkosten direkt als Aufwendungen buchen.

Im Buchhaltungsprogramm werden die Rechnungsbeträge einfach als Ausgaben eingetragen.

* Wer bereits in der Vorgründungsphase ein Kassenbuch führt (freiwillig) oder ein gesondertes Bankkonto hat und über ein entsprechendes Guthaben verfügt, kann die Fahrtkosten über das Finanzkonto buchen.

Im Buchhaltungsprogramm steht im Konto „laufende Kfz-Kosten“ und im Finanzkonto die Bank oder Kasse.

* Wer die Fahrtkosten privat verausgabt hat, kann diese Kosten als Privateinlagen verbuchen.

Im Buchhaltungsprogramm steht im Konto „laufende Kfz-Kosten“ und im Finanzkonto „Privateinlage“.