Kleine Aufmerksamkeiten, die große Wirkung haben und  Mitarbeiter motivieren

Mitarbeiter motivierenSicher kennen Sie den Ausspruch: „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Und das gilt auch, wenn man Mitarbeiter motivieren will, was die Ergebnisse der Neurowissenschaften beeindruckend belegen.

Warum man manche Mitarbeiter motivieren muss?

Vielleicht wird Sie diese Frage verwirren, weil doch alle Menschen eine Ansporn brauchen. Mitarbeiter motivieren ist somit normal. Das stimmt. Doch es gibt zwei unterschiedliche Quellen von Triebfedern.

Manche Mitarbeiter motivieren sich selbst, sie tragen den Antrieb in sich. Ihr Antrieb kommt von innen, und sie verfügen über Eigeninitiative. Sie wollen ihre Entscheidungen selbst treffen und werden dies auch dann tun, wenn sie nicht dazu befugt sind.

So hatte ich einmal eine Lehrerin eingestellt, die sehr starke innere Antriebe hatte. Als einmal fraglich war, ob der Unterricht in einem Unternehmen stattfinden oder aus zeitlichen Gründen verschoben werden sollte, entschied sie für sich, den Termin nicht wahrzunehmen. Sehr zu meinem Missfallen.

Andere Mitarbeiter brauchen Lob, Anerkennung oder einen Anlass durch andere Personen.

Ohne regelmäßiges Feedback verlieren sie ihre Engagement und werden unsicher. Sie erwarten von Ihnen Anleitung und Ermutigung, weil sie ihre eigenen Leistungen nur schwer einschätzen können.

Innerhalb eines Projektes beriet ich drei Firmen bei innerbetrieblichen Veränderungsprozessen. In einer dieser Firma war die Inhaberin zunächst nicht bereit persönlich mitzuarbeiten. Ich sagte ihr: „… In den anderen Firmen sind die Geschäftsführer direkt beteiligt …“. Ihre Antwort: „… Wir wollen natürlich keine Ausnahme sein …“. Dies war der Beginn einer sehr schönen Zusammenarbeit.

 

Was hat die Motivationsquelle mit „kleinen Aufmerksamkeiten“ zu tun?

Hand auf´s Herz. Wenn von „kleinen Geschenken“ und von „kleinen Aufmerksamkeiten“ die Rede ist, wird meist gleich an Geld oder Sachwerte gedacht. Doch kleine Aufmerksamkeiten können auch öffentliche Belobigungen, anspruchsvollere Aufgaben oder mehr Entscheidungsbefugnis sein. Und natürlich können es auch finanzielle Aufmerksamkeiten sein.

Die Gehirnforschung fand heraus, wann Belohnungssysteme Mitarbeiter motivieren.

Wir kennen den Effekt alle – bei uns selbst und bei unseren Kindern – werden Geschenke zur Regelmäßigkeit, schwindet deren Motivationskraft. Aus der ursprünglichen Motivation wird Alltäglichkeit.

Genau diesen Effekt belegen auch die verschiedenen Test der Gehirnforschung. Eine dauerhafte Aktivierung des Belohnungssystems überstrapaziert alles, was es an natürlichen Überlebenstrieben gibt. Der Zweck des Belohnungssystems im Gehirn ist folglich, durch ein Wechselspiel zwischen Aktivierung und Deaktivierung den Anreiz für weitere Aktivitäten zu erhalten.

Es sind daher auch nicht zwangsläufig die teuren Geschenke, die Mitarbeiter motivieren. Deren Kraft verschwindet schnell.

Gehirngerecht Mitarbeiter motivieren heißt:
lieber viele kleine Zuwendungen als eine große

Gehirngerecht Mitarbeiter motivieren heißt:
lieber unverhoffte Geschenke als erwartete und langfristig geplante

 

Gehirngerecht Mitarbeiter motivieren heißt:
lieber abwechslungsreiche Anerkennung als stupide Wiederholungen

 

Denken wir in diesem Zusammenhang an materielle Zuwendungen, so gilt:

zeitlich befristete, je nach Lebensalter und Lebenssituation ausgewählte Mittel wählen

 

besondere Anlässe für Überraschungen nutzen

 

gezielte Kombinationen mit nicht-finanziellen Aufmerksamkeiten einsetzen

 

 

Kombination von langfristig und kurzfristig angelegten Zuwendungsmöglichkeiten kreieren