Lohnberechnung bei geteilten Monaten

LohnberechnungIn der Lohnberechnung kennen wir viele Fälle bei denen kein voller Monat in Ansatz gebracht werden kann. Denken wir z. B. an die Aufnahme einer Arbeit während eines Monats oder auch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses währen eines Monats oder auch an Krankschreibungen über 42 Tage oder der Beginn der Mutterschaftszeit. In allen Fällen handelt es sich um einen gekürzten Monat.

Hinsichtlich der Abrechnung von Stundenlohn ist das kein Problem. Hier wird der Stundensatz einfach mit der Stundenanzahl multipliziert. Doch wie ist die Berechnung bei Gehalt?

Ein Monatsgehalt muss auf die Arbeitstage umgerechnet werden. Dafür gibt es vier anerkannte Methoden der Lohnberechnung. Ein Arbeitgeber kann zwischen diesen vier Methoden frei wählen, muss diese dann aber bei der Lohnberechnung aller Mitarbeiter anwenden.

a) Die Lohnberechnung nach der Kalendertägliche Methode b) Die Lohnberechnung nach der Dreißigstel Berechnungsmethode c) Die Lohnberechnung nach der Arbeitstäglichen Berechnungsmethode d) Die Lohnberechnung nach abstrakten Arbeitstagen
Für jeden Kalenderjahr wird der entsprechende Bruchteil des Monats gezahlt. Das feste Gehalt wird stets durch 30 Tage geteilt. Das Gehalt wird durch die Zahl der Arbeitstage einschließlich gesetzlicher Wochenfeiertage des jeweiligen Monats geteilt. Dieser Betrag wird mit der Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage vervielfacht. Das Monatsgehalt wird durch die Anzahl der Arbeitstage geteilt, und zwar bei einer

sechs-Tage-Woche durch 25 und

bei einer fünf-Tage-Woche durch22

Der AN wird am 10.02. eingestellt. Das Gehalt beträgt 1.500,00 €. Das Teilmonatsentgelt für 19 Kalendertage berechnet sich:

19/28 von 1.500,00 € = 1.17,86 €

Der AN wird am 10.02. eingestellt. Das Gehalt beträgt 1.500,00 €. Das Teilmonatsentgelt für 19 Kalendertage berechnet sich:

19/30 von 1.500,00 € = 950,00 €

Der AN wird am 10.02. eingestellt. Das Gehalt beträgt 1.500,00 €. Das Teilmonatsentgelt für 13 von 20 Arbeitstage berechnet sich:

13/20 von 1.500,00 = 975,00 €

Der AN wird am 10.02. eingestellt. Das Gehalt beträgt 1.500,00 €. Das Teilmonatsentgelt für 13 Arbeitstage ohne Berücksichtigung der konkreten Arbeitszeit berechnet sich:

13/22 von 1.500,00 = 886,35 €

Wie Sie sehen führt jede Lohnberechnung zu einem anderen Ergebnis. Dennoch sind arbeitsrechtlich alle erlaubt.

Wann entsteht bei der Lohnberechnung ein Teillohnzahlungszeitraum?
(Übersicht als Zusammenfassung)

Lohn; Gehalt

Lohnsteuer; Solidaritätszuschlag; Kirchensteuer

Sozialversicherung

  • Beginn einer Beschäftigung innerhalb eines laufenden Monats
  • Beendigung einer Beschäftigung innerhalb eines laufenden Monats
  • Mutterschaft
  • Krankheit über sechs Wochen
  • Unbezahlter Urlaub
  • Wehrdienst
  • Unentschuldigte Fehlzeiten
  • Beginn einer Beschäftigung innerhalb eines laufenden Monats
  • Beendigung einer Beschäftigung innerhalb eines laufenden Monats
  • Beginn einer Beschäftigung innerhalb eines laufenden Monats
  • Beendigung einer Beschäftigung innerhalb eines laufenden Monats
  • Mutterschaft
  • Krankheit über sechs Wochen
  • Wehrdienst
  • Erziehungsgeld
Kürzung des laufenden Arbeitslohnes LST- Berechnung nach der Tagestabelle Überprüfung der Überschreitung der BBG nach Kalendertagen

 

Die Lohnsteuer bei der Lohnberechnung mit gekürzten Monaten

Wird ein Arbeitsverhältnis während eines Monats begonnen oder beendet, so entsteht auch hinsichtlich der Lohnsteuer und des Solidaritätszuschlages ein Teillohnzahlungszeitraum. Daher darf bei der Ermittlung der LST nicht der Monat gelten. Vielmehr kommt die Tagestabelle zum Einsatz. Die die LST und der SoliZu wird wie folgt ermittelt:

  • gekürztes Bruttoentgelt : Kalendertage, an denen das Arbeitsverhältnis besteht = Bruttotagesentgelt
  • ablesen der LST bzw. SoliZu in der Lohnsteuertagestabelle
  • abgelesene Beträge * Kalendertage = LST bzw. SoliZu

Die Sozialversicherungsbeiträge bei der Lohnberechnung mit gekürzten Monaten

Die SV-Beiträge sind hinsichtlich einer möglichen Überschreitung der BBG zu hinterfragen. Dafür sind die BBG pro Kalendertag zu ermitteln. Im SV-Recht wird jeder Monat grundsätzlich mit 30 Tagen angenommen.

Der Inhalt

Anhand von 2 Beispielen wird die Berechnung der Steuern und SV-Beiträge demonstriert. Es wird auf die BBG eingegangen.