Gratis Geschenk

Rechnungswesen

Der schnelle Einstieg
in die einfache Buchhaltung
für kurze Zeit hier kostenlos.

Jetzt den kostenlosen Zugang erhalten.

Die Daten werden nicht an Dritte gegeben.

Fahrtkostenzuschuss durch den AG

Die allgemeine Steuerpflicht für einen Fahrtkostenzuschuss

AG können ihren Arbeitnehmern einen Fahrtkostenzuschuss für den Arbeitsweg, d. h. für die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsort zahlen. Grundsätzlich ist dieser Fahrtkostenzuschuss unabhängig von der Art des Fahrzeuges steuer- und beitragspflichtiges Entgelt. Erhält z. B. ein AN eine Gehalt von 2.500,00 € und 30,00 € Fahrtkostenzuschuss, so sind die Steuern und SV-Beiträge von 2.530,00 € zu berechnen.

Die Pauschalisierungsmöglichkeit für einen Fahrtkostenzuschuss

In bestimmten Grenzen kann der Fahrtkostenzuschuss allerdings pauschal versteuert werden. Die Berechnungsformel dafür lautet: km x Arbeitstage x 0,30 €.
Was ist bei der Anwendung der Pauschalisierung von Fahrtkostenzuschuss zu beachten?

  • Die Berechnungsgrundlage für den Fahrtkostenzuschuss ist immer nur die einfache Wegstrecke (nicht Hin- und Rückfahrt);
  • Die Arbeitstage sind die, an denen tatsächlich gefahren wurde;
  • Überschreitet der Fahrtkostenschuss die Grenze, so ist der überschreitende Betrag steuer- und beitragspflichtig.

Die pauschale Lohnsteuer beträgt 15%. Hinzu kommen 5,5% Solidatitätzuschlag und 5% Kirchensteuer. Diese Pauschalsteuern hat der Arbeitgeber zu zahlen. Die Pauschalisierung zieht nach sich, dass der Fahrtkostenzuschuss beitragsfrei in der Sozialversicherung ist.

Der folgende Vergleich zeigt beispielhaft, welche Auswirkungen die Vollbesteuerung und die Inanspruchnahme der Pauschalisierungsmöglichkeit für AG und AN haben.

Beispielrechnung bei einem Fahrtkostenzuschuss:

Ein AN hat ein monatliches Gehalt von 2.500,00 € (III/1/–). Der AN hat einen Arbeitsweg von 50 km. Der AN fährt mit seinem privaten PKW in diesem Monat an 20 Arbeitstagen. Vom AG erhält er 0,30 € pro km einfacher Wegstrecke.

Nebenrechnung:
50 km x 20 AT x 0,30 € = 300,00 €

AN Vollbesteuerung Pauschal-
besteuerung
Besamtbrutto 2.800,00 € 2.800,00 €
Steuerbrutto 2.800,00 € 2.500,00 €
Sv-Brutto 2.800,00 € 2.500,00 €
LST 188,50 € 127,16 €
SoLi 0 0
KiSt. 0 0
KV 229,60 € 205,00 €
PV 28,70 € 25,63 €
RV 264,60 € 236,25 €
AV 42,00 € 37,50 €
Netto 2046,60 ,e 2.168,47 €

AG

Vollbesteuerung Pauschal-
besteuerung
Bruttolohn 2.800,00 € 2.800,00 €
LST 15% 45,00 €
SoLi 5,5% 2,48 €
KiSt 5% 2,25 €
KV 204,40 € 182,50 €
PV 28,70 € 25,63 €
RV 264,60 € 236,25 €
AV 42,00 € 37,50 €
Gesamtaufwand 3.339,70 € 3.331,61 €

Bei einer Pauschalisierung gewinnen sowohl AG als auch AN. Der AG hat weniger Abgaben zu leisten und für den AN erhöht sich der monatliche Auszahlungsbetrag.

Bei Neueinstellungen können sich AG und AN unter Umständen (es sind weitere arbeitsrechtliche Regelungen zu beachten) einigen, dass ein Teil des Arbeitsentgeltes in Form des Fahrtkostenzuschusses gezahlt wird. Eine Lohnumwandlung, das heißt eine Änderung bestehender Arbeitverträge, ist rechtlich unzulässig.

Fahrtkostenzuschuss & Bruttoentgelt

Die Minderung des Bruttoentgeltes zugunsten eines Fahrtkostenzuschusses hat Vor- und Nachteile. Der klare Vorteil ist, dass AG und AN monatlich bares Geld gewinnen. Zwar können die Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsort auch in der Steuererklärung geltend gemacht werden, allerdings hat dies nur bei einem Fahrtweg über 15-17 km erste geringe steuerliche Auswirkungen. Der AN sollte jedoch auch beachten, dass der Fahrtkostenzuschuss bei einem Arbeitplatzverlust das Arbeitslosengeld mindert. Gleiches trifft im Krankheitsfall zu. Sowohl die Lohnfortzahlung durch den AG als auch mögliche Zahlungen durch die Krankenkasse beziehen den Fahrtkostenzuschuss nicht ein.

Lehrvideo:


Fahrkostenzuschuss: Was gibt es steuerlich zu
beachten? Skript zum Video: Fahrtkostenzuschuss

Bitte vergessen Sie nicht diesen Artikel zu bewerten! Danke!