Debitorenbuchhaltung
Debitorenbuchhaltung erfolgreich einrichten

Debitorenbuchhaltung in der einfachen Buchhaltung

Die Debitorenbuchhaltung gehört in die doppelte Buchhaltung. Alle nötigen Buchungen dafür richten sich demnach nach den Grundsätzen der doppelten Buchhaltung. Dennoch kann die Debitorenbuchhaltung auch für Freiberufler und kleinere Gewerbetreibende, die eine einfache Buchhaltung machen, sinnvoll sein. Die Debitorenbuchhaltung bietet sich an, wenn die Zeiträume zwischen Rechnungslegung und Zahlung sehr lang sind, wenn z. B. ein Weiterbildungskurs gegeben wird und die einzelnen Teilnehmer zu unterschiedlichen Zeitpunkten zahlen oder wenn Kunden in Raten zahlen.

Sehen wir uns zunächst das Grundprinzip der Debitorenbuchhaltung an.

In der Buchhaltung gibt es so etwas, wie zwei Linien. Die eine Linie ist die Debitorenlinie, die andere die Kreditorenlinie. Da es dabei sehr oft Verwechslungen gibt, hier ein schematischer Überblick. Debitorenbuchhaltung Wer eine Ausgangsrechnung an einen Kunden stellt, hat demnach Forderungen bis zur Bezahlung. Wer eine unbezahlte Eingangsrechnung hat, hat einen Kredit – offene Verbindlichkeiten. In der Buchhaltung sprechen wir daher auch von offenen Posten, was heißt, die Rechnung ist noch offen. In der doppelten Buchhaltung wird sowohl die Ausgangsrechnung als auch die Bezahlung gebucht. Mit der Bezahlung ist der offene Posten ausgeglichen. Die angelegten Stammdaten des Kunden bleiben mit einem gesonderten Nummernkreis erhalten. Wie bei jedem anderen Konto kann auch die Kontenbewegung bei jedem einzelnen Kunden nachvollzogen werden.

Debitorenbuchhaltung

 

 

Die einfache Buchhaltung sieht hingegen nur die Verbuchung der Zahlung vor. Damit fehlt dem PC-Programm die Ausgangsrechnung, der offene Posten, der mit der Zahlung ausgeglichen wird. Sollen in der einfachen Buchhaltung die Zahlungen der Kunden überwacht werden, so muss auch hier die Debitorenbuchhaltung eingerichtet werden.

 

Dazu gehört: Anlegen des Kunden in der Kundendatei, Verbuchung der Ausgangsrechnung, Verbuchung des Zahlungseingangs und damit Auflösung des offenen Postens. Dies bringt folgendes Problem mit sich. Wie wir im Bild 2 sehen, erfolgt in der doppelten Buchhaltung die Verbuchung der Erlöse und die Umsatzsteuer mit der Ausgangsrechnung. In der einfachen Buchhaltung sollen der Erlös und die Umsatzsteuer jedoch erst mit Bezahlung durch den Kunden zu steuerrelevanten Einnahmen führen. Dies kann nur durch eine geschickte Umbuchung erreicht werden.

 

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