Selbsterkenntnis
Tierische Hilfe im Entscheidungsfindungsprozess

Für meinen Entscheidungsfindungsprozess hatte ich ungewöhnliche Helfer

Der Sommer schickte seine letzten warmen Strahlen. In der Vergangenheit hatte ich schon mehrmals Pferde als Coach kennengelernt. Doch diesmal sollte alles anders werden, als ich bisher erlebt habe.

Und dies kam so: Von Elke wurde ich auf ein Pferdegut eingeladen – völlig normale Pferde und von den Rassen her bunt gemischt. Und diese Pferde sollten mir bei der Lösung meines Anliegens helfen?

Im Vorgespräch sprachen wir zunächst über die Situation und die gemachten Erfahrungen, die mich gedanklich beschäftigten. Mehrmals hatte ich interessante Ideen, begann daran inhaltlich und organisatorisch zu arbeiten – doch dann glitten sie mir förmlich aus den Händen. Partner, die ich mir gesucht hatte, orientierten sich plötzlich anders, andere Projekte kamen dazwischen und, und, und.

Jeder Entscheidungsfindungsprozess besteht aus drei Schritten, die durchlaufen werden müssen.

1. Der Kern vom Entscheidungsfindungsprozess

Im ersten Schritt wird der Kern des Problems oder der Situation definiert. Es wird hinterfragt, worum geht es. Was wissen wir über das Problem? Wie ist es zu diesem Problem gekommen? Was genau ist das Problem? Worin bestehen die Merkmale des Problems? Welche konkreten Ergebnisse sollen erreicht werden?

2. Wer ist alles am Entscheidungsfindungsprozess beteiligt

Im zweiten Schritt werden die Akteure identifiziert, die das Problem oder die Problemlösung beeinflussen. Wer oder was ist am Problem beteiligt? Welche Rollen haben die einzelnen Akteure im Prozess? Wer oder was ist noch beteiligt?

3. Die Entscheidung als Abschluss vom Entscheidungsfindungsprozess

Im dritten Schritt wird der Entscheidungsfindungsprozess abgeschlossen. Mit oder ohne Pferd – in jedem Fall ist hier Selbstreflexion nötig. Ehrlichkeit zu sich selbst ist gefragt. Wer das nicht kann, wird kaum ein annehmbares Ergebnis erzielen.

 

Auch wenn die Arbeit mit Pferden als Coach bereits sehr bekannt ist, gibt es kaum Berichte über den konkreten Ablauf eines solchen Coachingprozesses. Daher sind Verunsicherungen oft die Folge. Können Pferde überhaupt leisten, was versprochen wird? Wie wird vorgegangen? Was muss ich tun? Können die Pferde mir gefährlich werden?

Ich werde im Folgenden über einen konkreten Ablauf berichten. Es ist ein Erfahrungsbericht, wie ich durch den Entscheidungsfindungsprozess gegangen bin.

Auf der Koppel erwartete mich also eine gemischte Herde. Ich hatte nicht den Eindruck als hätten sie ein Interesse an mir und meinem Problem. Unbeirrt fraßen sie und trabten über das Gelände, spielten mit sich oder suchten neugierig nach etwas Umbekanntem.

Der Kern von meinem Entscheidungsfindungsprozess

Im Vorgespräch mit Elke erzählte ich ihr, was mich beschäftigte, woran ich gedanklich hing. Immer wieder, über mehrere Jahre verteilt, hatte ich mich bemüht, ein für mich bedeutendes Projekt durchzuführen. Doch was ich auch tat, es wollte nicht klappen. Nach kurzer Zeit landete ich immer wieder am Anfang. Der Anfang verlief prima, ich steckte mit meiner Begeisterung potenzielle Projektpartner an. Doch dann gingen sie mir verloren. Manche suchten sich eine andere Arbeit, manche hatten zwischenzeitlich ihre eigenen Ideen entwickelt, wiederum andere verzogen in eine andere Stadt oder wurden so krank, dass sie nicht weiter arbeiten konnten.

Während mir meine Partner verloren gingen, erhielt ich selbst verschiedene Projektangebote von Kollegen. Insofern nicht tragisch. Dennoch fragte ich mich, woran das wohl liegen könnte. Wiederholte ich unbewusst einen Fehler oder war es reiner Zufall? Diese Frage beschäftigte mich um so mehr, als ich ein neues Projekt plante. Ich wollte wissen, was ich tut kann, um diesmal mein Ziel zu erreichen. Sollte ich die Projektpartner sorgfältiger auswählen? Gab es im Prozess Hinweise, die ich übersehen hatte? War mein Plan nicht gut genug?

Nach unserem Gespräch schlug Elke vor, mit zwei Pferden zu arbeiten. Davon sollte eines meine Vision „spielen“ und eines meine Ziele.

Die Wahl meiner Akteure für den Entscheidungsfindungsprozess.

Wir gingen also gemeinsam über die Koppel. Wie Elke mir aufgetragen hatte, schaute ich mich in der Herde um. Welches dieser Pferde könnte wohl meine Vision sein und welches meine Zielsetzungen? Zunächst ging es an den Ponys vorbei. Mir schienen die Ponys zu klein, kaum würdig für meine große Vision. Ich hatte keine Vorstellung, wie ein geeignetes Pferd aussehen oder sein sollte. Ich ging einfach und ließ mich überraschen. Also weiter – quer über das Gelände.

Da stand Susi vor mir. Es war ein großes, weißes Pferd mit lauter schwarzen Flecken. Was das wohl für eine Rasse war? Egal. Ich kann nicht sagen warum, doch dieses Pferd schien mir passend zu sein. Ich streichelte dem Pferd über den Kopf und fragte: „Möchtest du meine Vision sein?“ Obwohl sich das Pferd wenig um mich kümmerte, sondern voll mit der Suche nach etwas Fressbarem beschäftigt war, nahm ich es als ein „ja“. Da kam Paul an. Ein neugieriges Pferd, welches wie ein kleines Kind dachte etwas zuverpassen. Er stellte sich neben mich und war voller Spannung, ob ich was habe. Paul war etwas kleiner als Susi, leicht grau meliert. Jemand hatte die Mähne zu lauter kleinen Zöpfen geflochten. Ich fragte: „Willst du meine Ziele sein?“

Paul schien zu nicken und bemühte sich sogleich um Kontakt zu Susi, meiner Vision. Diese jedoch schien das alles nicht zu kümmern.

Die tierischen Helfer

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ablenkung-Entscheidungsfindungsprozess

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Der 3. Schritt von meinem Entscheidungsfindungsprozess.

Die Arbeit am Entscheidungsfindungsprozess begann damit, dass ich Susi meine Vision erzählte, so glaubte ich zumindest. Susi hörte mir nicht zu, das wusste ich genau, denn sie drehte ihre Ohren von mir weg. Also versuchte ich mein Glück mit Paul. Warum auch immer, während ich mich mit Paul beschäftigte, war mir die Vision davon getrabt. Meine Vision schien wirklich wenig interessiert zu sein. Ständig suchte sie auf dem Boden nach Fressbarem und ließ mich faktisch stehen.

Paul war da wesentlich aufmerksamer. Er blieb bei mir stehen und hörte zu, was ich zu erzählen hatte. Er schien mich auch gut zu verstehen und begann seine Rolle zu übernehmen. Als ich mich nach meiner Vision umdrehte, was sie verschwunden. Doch was war das? Paul trabte hinter meiner Vision her. Er versuchte sie einzuholen und dann in ihrer Nähe zu bleiben. Mal war die Distanz zwischen den beiden größer, mal kleiner. Immer wieder suchte Paul den Kontakt zu halten. Ich war überfordert und wusste nicht, was ich tun sollte.

Ich entschied mich schließlich, mich etwas zu entfernen und die beiden „Mitspieler“ aus einigen Schritten Entfernung zu beobachten. Ich sah ihnen zu, ohne wirkliche Erkenntnis. Doch plötzlich, ein kurzer, bewegter Schatten hinter mir. Ich zuckte zusammen, so überrascht war ich. Ich hatte nicht bemerkt, wie sich ein weiteres Pferd direkt hinter mich gestellt hatte. Elke fragte: „Was hat das plötzliche Auftauchen von Pepo bei dir ausgelöst?“ Intuitiv antwortete ich: „Er hat mich abgelenkt.“ Und genau so war es, meine Vision und meine Zielsetzungen waren verschwunden, sie hatten sich irgendwo auf dem Hof eine interessantere Beschäftigung gesucht. Und ich hatte es nicht bemerkt. Als ich wieder nach vorn sah, waren sie einfach verschwunden.

Das war der passende Moment für eine erste Selbstreflexion. Mir fiel ein, wie oft ich der Bitte nachgekommen bin, mich an fremden Projekten zu beteiligen. Es war natürlich schön, dass sie an mich dachten und die Projektinhalte waren auch gut und für mich interessant, doch durch die Mitarbeit hatte ich zu hohe Zeitverluste für meine eigenen Vorhaben.

 

Was konnte ich jetzt tun? Ohne wirkliches Ziel folgte ich meiner Vision. Ich konnte beobachten, wie „Zielepaul“ sich meiner Vision nähern wollte und die Ablenkung immer dazwischen kam. Er verhinderte förmlich das Zusammentreffen von Vision und Zielen. Ich frage mich, wieso mir die Vision nicht folgt, wieso sie nicht bei mir bleibt. Dann wurde mir klar, dass ich Susi nicht meine Vision, sondern eines meiner Zielsetzungen erzählt hatte. Es blieb mir nichts anderes, als es erneut zu versuchen. Ich ging also erneut zu ihr und erzählte ihr über meine wirkliche Vision. Susi, dieses große, kraftvolle Pferd stand mit erhobenem Haupt, königlich neben mir. Sie horchte mir aufmerksam zu, daran gab es keinen Zweifel. Ihre gesamte Zuwendung galt mir – da war kein Zögern, kein Impuls zum Wegrennen.

Was nun geschah, würde ich nicht glauben, wenn ich es nicht selbst erfahren hätte. Kaum hatte ich mich mit meiner Vision verständigt, schmiss sich Pepo, die Ablenkung, in die nächstgelegene Kuhle und sielte sich. Elke meine nur: „Jetzt hat´s die Ablenkung umgehauen.“

Und was machte der „Zielepaul“? Zwischen ihm und der Vision waren die Blockaden weg, nichts stand mehr im Wege. Geradewegs lief „Zielepaul“ auf die Vision zu. Die beiden Pferde stellten sich Seite an Seite. Welch umwerfendes Ergebnis. Und das in nur 30 Minuten.


 

Entscheidungsfindung mit Elke RoßnerPraxis für ganzheitliche Psychotherapie (HpG) Y.Elke Roßner
Naumburger Str. 28
04229 Leipzig
Tel.:0163-4969035 oder 0341-3192414
http://www.yamuna-info.de/angebote/meine-therapeutische-arbeit-mit-pferden

 

 


 

Loslassen lernen – denn manchmal muss man etwas begraben

Loslassen lernen – denn manchmal muss man etwas begraben

Was ich Ihnen jetzt erzählen werde, wird einigen von Ihnen sehr nahe gehen. Ich erzähle es Ihnen trotzdem.


 

Podcast: Loslassen lernen – denn manchmal muss man etwas begraben


 

Es ist jetzt über 10 Jahre her. Ich teilte mir damals ein Unternehmen mit einem Partner. Es sei einmal dahingestellt, welche Umstände dazu geführt haben. Fakt ist, dass wir uns nach 5 Jahren gemeinsamer Arbeit trennten. Doch das an sich war nicht der Punkt. Der Punkt war, dass ich damit auch das Unternehmen verloren habe. Das Büro und Schulungsräume, die ich eingerichtet hatte, Kisten voller Lehrbücher, die Lehrer, von denen ich genau wusste, für welche Gruppen ich sie einsetze – 5 Jahre Aufbauarbeit, volle Konzentration auf dieses Ziel – und dann steht man plötzlich vor einem Scherbenhaufen, alles war weg.

Ich war nicht wütend. In mir war nur unglaublich viel Trauer. Es gab so viele schöne Erinnerungen, wir hatten manchen Spaß und waren durchaus erfolgreich. Und das alles war nur noch Vergangenheit, ohne geringste Chance auf eine Zukunft. Ich war kaum in der Lage meine Gedanke zu sortieren, mich neu auf den Weg zu machen. Immer wieder kamen die Erinnerungen in mir auf. Ich konnten nicht daran denken, ohne in Tränen auszubrechen. loslassen lernen

Und es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder sich der Traurigkeit voll hinzugeben und vielleicht darin zu versinken, und zu riskieren, dass daraus Wut entsteht, oder ich muss loslassen lernen.

Und genau das habe ich getan. Ich habe mich verabschiedet, weil ich wusste, dass es unwiederbringlich verloren war. Diese Verabschiedung ist ein sehr stark wirkendes Ritual. Der absolute Vorteil ist, dass es nur eine Stunde dauert. Danach arbeitet das Unterbewusstsein an der Lösung selbständig weiter.

loslassen lernen

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Schon während dieser Stunde merkt man die Veränderungen an sich. Nach 3 oder 4 Tagen dann, steht man früh auf und weiß einfach, es ist vorbei. Die Schmerzen, die einen gequält haben sind weg. Um dies nicht misszuverstehen – es sind alle Erinnerungen weiter da, das Gedächtnis ist nicht etwas gelöscht, nur das Gefühl dazu hat sich verändert. Das ist eine wirkliche Befreiung.

Danach war ich wieder in Lage, klare Entscheidungen treffen zu können. Als ich im Kollegenkreis dann die Schließung des Unternehmens offenkundig gemacht habe, haben mich viele bedauert. Mir war es möglich, offen darüber zu sprechen und mich auf die Zukunftspläne zu konzentrieren. loslassen lernen

Im Umgang mit Selbständigen und Unternehmern spielt das Thema loslassen lernen immer wieder eine Rolle. Das betrifft nicht nur den Geschäftspartner, sondern auch Ideen und Projekte, in die man sich verliebt hat, die aber nicht den erhofften Erfolg bringen. Es betrifft auch den Druck den man sich manchmal selbst. Da muss unbedingt ein Auftrag kommen, da muss unbedingt etwas gleich perfekt klappen, da kommen unerwartete Absagen u.s.w. loslassen lernen

Loslassen lernen hilft, in belastenden oder stressigen Situationen nicht nur die mögliche Trauer zu überwinden, sondern beugt auch vor, dass aus der Situation heraus Ärger und Schuldzuweisungen entstehen. Man geht gelassener mit allen um, man ist viel entspannter und damit auch im Denken und Handeln viel effektiver. loslassen lernen

Wenn auch Sie loslassen lernen müssen und Hilfe brauchen, dann fühlen Sie sich frei und schreiben Sie mir eine Mail.

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Unterbewusstsein-beeinfluss
Wie können wir das Unterbewusstsein beeinflussen, dass es uns unterstützt?

Wie Sie das Unterbewusstsein beeinflussen können, damit es Sie unterstützt, selbst dann, wenn Sie Wut oder Trauer empfinden.


 

Podcast: Die Geschichte vom Unternehmer, der sein Unterbewusstsein beeinflussen konnte.

 


 

Die Geschichte vom Unternehmer, der sein Unterbewusstsein beeinflussen konnte.

Vor einiger Zeit erzählte mir ein Bekannter von folgendem Erlebnis.

Er und seine Frau hatten sich beim Frühstück gestritten. Und zwar so heftig, dass er ohne ein Wort oder Gruß das Haus verließ, die Tür hinter sich zuwarf und ins Auto stieg, um auf Arbeit zu fahren.

Während der Fahrt merkte er, wie unkonzentriert er war. Dabei brauchte er gerade heute alle seine Konzentration für die Vorstandssitzung, auf der über die Zukunft des Unternehmens abgestimmt werden sollte. Er merkte, wie sehr der Streit ihn belastete und ablenkte. Die Vorstandssitzung absagen? Keine Chance.

Er überlegte kurz und fragte sich, was wohl seine Frau in dieser Situation tun würde. Die Antwort kam schnell und klar – sie würde sich SchuhUnterbewusstsein-beeinflussene kaufen.

Da fiel ihm das Uhrengeschäft ein, in dem er die schöne, teure Rollex gesehen hatte. Schon mehrmals hatte er vor dem Schaufenster gestanden und mit dem Kauf geliebäugelt. Der Preis hatte ihn immer wieder abgehalten.

Kurz entschlossen wendete er und nahm Ziel auf das Uhrengeschäft. Er kaufte die Rollex, band sie sich ums Handgelenk und freute sich über den Kauf.

Die Vorstandssitzung verlief blendend, genau so, wie er erhofft hatte.

Warum Geschenke das Unterbewusstsein beeinflussen

Unterbewusstsein-beeinflussen

Bis vor wenigen Jahren dachte man, dass Dopamin eine Lustdroge bzw. ein Glückshormon sei.
Inzwischen weiß man es aber besser. In einem Experiment an der Uni Bremen brachte man Ratten bei, wie sie per Zug an einem Hebel ihr Lieb­lingsfutter selbst holen konnten. Auch hierbei stellte man fest, dass die Ratten immer wieder und mit großer Begeisterung den Hebel bedienten.

Doch dann verabreichte man den Ratten ein Medika­ment, welches die Dopamin-Rezeptoren blockierte. Die Ratten hörten sofort damit auf, den Hebel zu bedienen. Stellte man ihnen jedoch ein Schälchen mit ihrem Lieb­lingsfutter und ein Schälchen mit Normalfutter hin, so bedienten sich die Ratten mit ihrem Lieblingsfutter.

Dopamin ist also nicht der eigentliche Glücksbringer, sondern vielmehr ein Botenstoff, der für die Aktivierung von motorischen Verhaltensprogrammen verantwortlich ist.

 

Letztlich führt eine hohe Dopaminkonzentration dazu, dass wir uns glücklich fühlen. Geschenke, auch wenn wir sie uns selbst machen, können diesen Prozess in Gang setzen. Doch weder die Größe des Geschenks noch die Höhe des Preises sind entscheidend. Unser Gehirn akzeptiert auch viel kleinere Geschenke. Dabei ist es nicht etwa der Kauf selbst, der das Unterbewusstsein beeinflussen kann, vielmehr ist es die Vorfreude, einhergehend mit einer Überflutung des Gehirns mit Dopamin.

Wenn von Geschenken die Rede ist, dann denken wir oft an etwas materielles. Doch, wer das Unterbewusstsein beeinflussen will, kann dafür auch andere Mittel einsetzen. Sich zu beschenken kann auch bedeuten, sich einen freien Tag zu gönnen, einem Hobby nachzugehen oder etwas zu tun, was man schon lange machen wollte. Das Gehirn macht zwischen diesen Möglichkeiten keinen Unterschied. Belohnung ist Belohnung, gleich wodurch erzeugt.

Noch mehr. Selbst der reine Gedanke an Belohnung kann zum Dopaminausstoß führen und damit unser Unterbewusstsein beeinflussen. Verantwortlich dafür sind die Spiegelneuronen. Diese ermöglichen, dass wir uns in vergangene Situationen eindenken können oder uns noch nicht geschehene Ereignisse vorstellen können.

 

Selbsterkenntnis
Selbsterkenntnis der 1. Schritt zum Erfolg

Selbsterkenntnis und Selbstvertrauen

Selbsterkenntnis ist oft der 1. Schritt für mehr Selbstvertrauen. Gerade die Selbständigkeit bringt öffentliche Auftritte mit sich. Man geht zu Parties, zu Vorträgen, zu Treffen und Konferenzen – immer mit dem Ziel, neue Kontakte zu knüpfen.

Doch wie sieht die Wirklichkeit oft aus? Eine Frau, die allein geht und niemanden kennt, hat es schwer. Auf der Suche nach einer Gelegenheit streift sie durch die Räume.

Gelegenheiten die das Selbstvertrauen fordern

Dort am Stehtisch, beim Essen – könnte doch eine solche Möglichkeit sein. Ich nehme also mein Essen und gehe zielstrebig auf einen freien Platz am Stehtisch zu. Höflich frage ich, ob dieser Platz noch frei ist. Die Antwort fällt kurz aus: „Ja, natürlich, bitte“. Und schon sind die beiden anderen Frauen wieder in ihr Gespräch vertieft.

Die Nachbarin beim Vortrag sieht aus, als ob sie für ihre Selbstständigkeit auf Kontaktsuche ist. Doch schon setzt sich die Bekannte auf die andere Seite neben ihr. Während des Vortrags murmelt sie leise Bemerkungen. Ich versuche darauf zu reagieren – lächle, nicke. Nach dem Vortrag gehen die beiden Frauen schnell aus dem Raum. Ich habe keine Chance sie anzusprechen.

Na gut, es muss ja keine Frau sein. Beim nächsten Vortrag setze ich mich neben einen Mann. In der Diskussionsrunde berichtet er über seine eigenen Erfahrungen. Die Runde ist noch nicht ganz aufgelöst, da spreche ich ihn an und sage ihm, dass ich das genauso sehe wie er. Er fragt mich noch: „Was sehen Sie auch so?“, da wird er aus der Ferne von einem Kollegen gerufen. Er dreht sich zu mir, entschuldigt sich und geht.

In der Pause stehe ich allein nahe einer Wand. Ständig kommen Leute vorbei und ich habe den Eindruck, immer im Wege zu sein. Ich hole mir noch ein Glas Wasser. Plötzlich steht eine Frau neben mir – allein. Auch sie ist wie ich auf den Weg in die Selbstständigkeit. Ich spreche sie an und frage etwas Belangloses. Als der Abend vorbei ist, sagt sie zu mir: „Ich bin aber froh, dass Sie mich angesprochen haben. Ich wäre sonst ganz allein gewesen“.

 

Pferde – wertvolle Helfer auf dem Weg zur Selbsterkenntnis

Nun, dieser Abend war gerettet. Bleibt es ein Traum, Kontakte zu erhalten, die auf mich zukommen, ganz von selbst. Nicht unbedingt. Nicht, wenn ich Trainingspartner habe, die mir unverfälscht sagen, wie ich wirke und was ich für eine bessere Kommunikation tun kann. (Fotos: black pearl Gestüt beim Training vom Selbsterkenntnis – Distanz und Nähe).

 

Selbstmarketing distanz wahren (4)
Selbstmarketing distanz wahren (3)
Selbstmarketing distanz wahren (1)

Selbstmarketing
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Selbsterkenntnis durch Capri


Der 1. Schritt im Prozess der Selbsterkenntnis besteht darin, sein Leben bewusst in bestimmte Bahnen zu leiten und damit das Lebensgefühl positiv zu verändern. Doch wer ist Capri? Capri ist ein Coachingpferd, was Ihr aktuelles Lebensgefühl erkennt und darauf reagiert.

 

Selbsterkenntnis durch ein Pferd – geht das?

Coaching mit Pferden ist nicht mehr neu. Dennoch bestehen so manche Ängste und Verunsicherungen, bei denen die noch nie mit einem Pferd gearbeitet haben. Einem Pferd soll ich so zu sagen mein Lebensgefühl überlassen? Wer die Erfahrung jedoch schon gemacht hat, wird bestätigen wie intuitiv ein Pferd reagiert. Es hat ein Gespür für Menschen. Dem Tier kann nicht´s vorgemacht werden. Fast automatisch steuert es auf Themen zu, die Sie beschäftigen.

In der Arbeit mit dem Pferd wird die Wahrnehmung für sich selbst geschärft und es entsteht ein Bewusstsein für die eigenen Gefühle und das daraus resultierende Auftreten. Diesen Prozess bezeichnet man als Selbsterkenntnis. Das Pferd ist wie ein Spiegel, in den man hinein sieht. Gespiegelt wird das Selbstbewusstsein, die Körpersprache, die Vertrauenswürdigkeit. Das Pferd reagiert auf jedes Verhalten sofort und „ungeschminkt“.

 

Selbsterkenntnis – was machen die Stressoren mit mir?

Stress – wer kennt den heute nicht? Die Auslöser dafür sind Stressoren, die individuell sehr verschieden sein können. Was einen Menschen nicht juckt, kann für einen anderen purer Stress sein. Ein wesentliche Rolle bei der Entstehung von Stress spielen die subjektive Einstellung und die subjektive Verarbeitung der Situation.

Viele Ereignisse oder Situationen werden erst dadurch belastend, dass sie als unangenehm, als ärgerlich oder beängstigend bewertet werden. Stress auslösende Situationen lassen sich nicht immer vermeiden. Obwohl das Pferd keine Erwartungen hat, spürt es die Spannungen, Widersprüchlichkeiten und Unstimmigkeiten.

 

Wie Stress das Herz schädigt.Forscher können erstmals den Zusammenhang zwischen Stress und schädlichen Gefäßablagerungen erklären – Veröffentlichung der Ergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine“

 

Über den engen Kontakt mit dem Pferd erfahren wir nicht nur Selbsterkenntnis über das, was uns so quält, sondern erhalten auch Impulse, stressauslösende Situationen anders zu erleben. Die Begegnung mit dem Pferd birgt das Potenzial sich selber ungeschminkt zu sehen, denn das Pferd erkennt uns in dem was wir sind. Es spiegelt das Verhalten, die Gefühlen und die Gedanken wider. So können z. B. Widerstände, Blockaden, aber auch verschüttete Ressourcen zum Vorschein kommen, die das Lebensgefühl beeinflussen.

 

Selbsterkenntnis – das Training

 

Ella Behn ist Coach und Reittherapeutin. Gemeinsam mit Capri bietet sie die Möglichkeit, intensive Impulse zu erhalten, wie den Stressoren begegnet werden kann. Der nächste Termin für ein Tagestraining ist der 24.08.2014.

Ella Behn:Weder Coach noch Pferd löst die Probleme – Sie sind es selbst. Sie können es, weil Sie die Lösung bereits in sich tragen. Der Schatz muss nur geborgen werden. Das ist unsere Aufgabe.“