Selbstmarketing – ein Leitfaden

Selbstmarketing – ein Leitfaden für die Selbsteinschätzung

Selbstmarketing sollte schon vor der Gründung eine hohe Priorität besitzen. Viele Gründerinnen unterschätzen die Bedeutung jedoch. Wer ein gutes Selbstmarketing betreibt, sollte dafür ca. 1/3 der Zeit berechnen. Sehr zu empfehlen ist, schon vor der Gründung mit der Entwicklung einer Marketingstrategie zu beginnen und einzelne Werbemittel gezielt einzusetzen.

Wozu soll ein Selbstmarketing gut sein?

Was Bücher und Berichte erfolgreicher Marketer jedoch meist verschweigen ist, dass ein erfolgreiches Marketing zwar einer Strategie folgt, diese aber von der Unternehmerpersönlichkeit abhängt und damit individuell zugeschnitten werden muss.

Was nützt es Ihnen z.B. wenn Ihnen eine Telefonakquise empfohlen wird, Sie aber Hemmungen am Telefon haben. Starke Telefonverkäufer werden dies kaum verstehen. Vielleicht erlernen Sie auch eine Technik für den Telefonverkauf. Doch unser Gefühl hat einen sehr feinen Sender und dieser sagt Ihrem Gesprächspartner, auch wenn er Sie nicht sieht, dass Sie ungern telefonieren.

Der folgende Leitfaden soll helfen, dass Sie Ihre Stärken und Schwächen im Bereich Marketing erkennen. Darauf aufbauend können Sie ein wirkungsvolles Markting ganz auf Ihre Vorzüge abgestellt aufbauen. Denn die Technik allein macht es nicht.

Selbstmarketing

Leitfaden für ein Selbstmarketing

1. allgemeine Fragen zum Selbstmarketing

  • Welche speziellen Kenntnisse habe ich als …?



  • Bin ich eher Generalist oder Spezialist?

(Für die folgenden Fragen gilt das Antwortmodell: jeweils 1-5; 1 sehr gut … 5 gar nicht)

  • Wie schätzte ich meine Analysefähigkeit ein?
  • Wie schätze ich meine Empathiefähigkeit ein?
  • Wie schätze ich meine Präsentationsfähigkeit ein?
  • Wie schätze ich meine Organisationsfähigkeit ein?
  • Wie schätze ich meine Akquisefähigkeit ein?
  • Wie schätze ich meine Fähigkeit zur Selbst-Darstellung ein?
  • Wie schätze ich meine Fähigkeit zum Entertainment ein?
  • Wie schätze ich meine Fähigkeit ein, Inhalte zu erarbeiten?
  • Wie lautet meine Kernbotschaft?

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

  • Was ist das Besondere an meinem Angebot?

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

  • Worin unterscheide ich mich von Mitbewerbern?

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

  • Welche Farbe passt zu meiner Tätigkeit und Philosophie?

…………………………………………………………….

  • Welcher Stil passt zu meiner Tätigkeit und Philosophie?

…………………………………………………………….

2. Die Rolle der Persönlichkeit für das Selbstmarketing

  • Ich kann gut essen, motivieren, entscheiden, verreisen, …

…………………………………………………………….

  • Andere behaupten ich bin männlich, verständnisvoll, kompetent, sachlich, …

…………………………………………………………….

  • Ich werde gelobt für: Fachwissen, Fleiß, Systematik, …

…………………………………………………………….

  • Ich werde beneidet um: wissenschaftlichen Abschluss, Kontakte, beruflichen Hintergrund, …

…………………………………………………………….

  • Ich habe folgende finanziellen und sozialen Ressourcen: Immobilien, Freunde, Partner, Netzwerke, …

…………………………………………………………….

3. Die Rolle meiner beruflichen Fähigkeiten für das Selbstmarketing

  • Meine beruflichen Stärken sind: Erfahrungen im …, Konzentrationsfähigkeit, Empathie, Kreativität, …

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

  • Diese Stärken setze ich als … ein, indem ich: Themen danach auswähle, Selbstsicherheit, …

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

  • Ich kann folgende Erfolge aufweisen: Veröffentlichungen, Referenzen, …

…………………………………………………………….

…………………………………………………………….

4. Meine Handlungskompetenzen und mein Selbstmarketing

(Antwortmodell: jeweils 1-5; 1 sehr gut … 5 gar nicht)

  • Ich handle aktiv bei der Umsetzung meiner Ziele
  • Ich habe die Tendenz zum Aktionismus
  • Ich handle reaktiv
  • Ich bin mutig und risikobereit
  • Ich bin entscheidungsfreudig
  • Ich bin für die Tätigkeit als … motiviert
  • Ich kann gut bei einer Sache bleiben
 
Marketingkonzept
„Stolpersteine bei der Gründung“

„Stolpersteine bei der Gründung“ gibt es einige. Ein erster besteht in der Erstellung der Gründungskonzeption.

„Stolpersteine bei der Gründung“
Marketingkonzept

 

Vielfach wird angenommen, dass diese nur ein notwendiges Übel ist, weil ohne ein positives Votum zum Konzept keine Fördergelder ausgegeben werden. Doch eine tragfähige Konzeption für eine Gründung sollte vor allem als eigener Arbeitsplan dienen.

 

 

 

 

 

 

Elemente einer Gründungskonzeption

1. Zusammenfassung „Stolpersteine bei der Gründung“
Die Zusammenfassung gibt einen kurzen Abriss zur Geschäftsidee und über den Umsetzungsweg. Sie ist vor allem dann nötig, wenn Fremdkapital benötigt wird. Der Leser soll mit der Zusammenfassung ein „Bild“ erhalten, was ihn in den ausführlichen Darlegungen erwartet. Und es soll die Neugierde wecken. Es ist daher wichtig, dass die Zusammenfassung so verfasst ist, dass auch Laien problemlos verstehen, worum es geht und was die Besonderheit des Geschäfts ist. „Stolpersteine bei der Gründung“

Die Zusammenfassung sollte in fünf bis zehn Minuten gelesen und verstanden werden können. Dies sollte bei ca. einer A4 Seite der Fall sein.

Die Inhalte informieren über:

– die Geschäftsidee,
– das Alleinstellungsmerkmal (USP)
– der Kundennutzen
– die Zielgruppe
– die Wettbewerbssituation
– die Marktsituation
– die geschätzte Höhe erforderlicher Investitionen

Schirme2. Produkt/Dienstleistung „Stolpersteine bei der Gründung“
Mit der Erläuterung, worin das Produkt bzw. die Dienstleistung besteht, sollten zwei Faktoren deutlich herausgearbeitet sein:
a) Wie / Worin / Wodurch unterscheidet sich das Produkt von anderen Angeboten. Diese Unterscheidung braucht keine Weltneuheit zu sein. Es reicht wenn sich Ihr Angebot minimal von anderen abhebt. Bei persönlich erbrachten Dienstleistungen können auch Sie selbst den Unterschied ausmachen – denn Sie sind als Persönlichkeit einmalig.
b) Worin besteht der Kundennutzen. Kunden kaufen Produkte oder Dienstleistungen nur dann, wenn sie sich davon einen Nutzen versprechen. Ganz oben auf der Liste der Bedarfe stehen heute: Zeiteinsparung, Kostenminimierung, Freizeit, leicht(er) Geld verdienen, Gesundheit und Wohlbefinden.

Sofern sich das Produkt noch in der Entwicklung befindet, ist der Stand der Entwicklung und die weitere Schrittfolge zu erklären. Haben Sie vielleicht Fotos? – dann fügen Sie diese ein oder erstellen Sie eine Anlage mit Bildern.

Die Produkt/Dienstleistungsbeschreibung sollte ca. vier A4 Seiten umfassen.

Typische Inhalte:
– die Produktinnovation
– der Kundennutzen
– die Zielgruppe
– das Kundenbedürfnis
– die Konkurrenzprodukte
– sind Rechte (z.B. Patente) zu sichern
– müssen weitere Voraussetzungen geschaffen werden
– wie sind die weiteren Entwicklungsschritte
– wie sind die Risiken

3. Markt und Wettbewerb „Stolpersteine bei der Gründung“
Letztlich hängt das Unternehmen davon ab, ob Kunden kaufen. Dazu bedarf es einer intensiven Analyse der Kundenbedürfnisse, der Kundenprobleme und der am Markt befindlichen Angebote. Vielfach bringen Gründer schon erste Kunden mit. Dies sichert zwar einen guten Einstieg, reicht aber für die Tragfähigkeit nicht aus. Wichtig ist die Marktgröße und das Marktwachstum zu kennen, um daraus Schlussfolgerungen für Zukunft ziehen zu können. Zur Beurteilung des Marktwachstums stehen 5 Märkte zur Disposition: die Abnehmer, die Lieferanten, die Ausweichprodukte, die aktuellen Mitbewerber und mögliche Neukonkurrenten.

Tipps zur systematischen Vorgehensweise und Darstellung:
Stellen Sie den Gesamtmarkt dar und schließen Sie Marktsegmente bewusst aus.
Definieren Sie Ihr Marktsegment; welchen Markt Sie bedienen wollen (Nische).
Welche Ziele wollen Sie wann angehen und erreichen?
Stellen Sie dar, wie Sie sich am Markt gegenüber Ihren Mitbewerbern positionieren.

Recherchieren Sie nach den Stärken und Schwächen Ihrer Mitbewerber. Ein sehrgeeignetes Mittel ist die SWOT-Analyse. „Stolpersteine bei der Gründung“

Marketingkonzept

 

 

 

Vergleichen Sie diese mit einer SWOT-Anayse Ihres Geschäftes.

Der Punkt Markt und Wettbewerb sollte ca. zwei bis drei A4 Seiten umfassen.

Typische Inhalte:

– die Branche und deren Entwicklung
– gibt es Markteintrittsbarrieren
– worin besteht Ihr Wettbewerbsvorteil und wie dauerhaft wird dieser sein
– welches Marktsegment besetzen Sie
– welches Marktvolumen bietet Ihr Segment
– welche Nachfrage besteht
– die SWOT-Analyse zu Ihrem Geschäft

Hüte4. Marketing und Vertrieb „Stolpersteine bei der Gründung“
In diesem Punkt geht es um die überzeugende Darstellung der Marketingstrategie – angefangen beim Markteintritt, über das Absatzkonzept bis zu den geplanten Maßnahmen zur Absatzförderung. Die Gesamtheit dieser Maßnahmen bezeichnet man als Marketingkonzept. Als ein allgemeiner Orientierungsrahmen dienen die 4 P´s: Product, Price, Place und Promotion. Die Kombination dieser vier Elemente macht das Marketing-Mix aus. Zur weiteren Erklärung, was genau die 4 P´s beinhalten, verweise ich auf den Artikel „Marketing-Mix“.

Marketing und Vertrieb sollten in der Gründungskonzeption einen Umfang von ca. vier bis fünf A4 Seiten einnehmen.

Typische Inhalte:
– wie lenken Sie die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich
– welche Werbemittel nutzen Sie
– wie erreichen Sie Ihre Zielgruppe
– welche Verkaufskanäle stehen Ihnen zur Verfügung
– wie gewinnen Sie Referenzkunden
– wie ist Ihr Service
– in welche Preiskategorie ist Ihr Produkt einzuordnen
– wie sind die Absatzwege
– wie muss Ihr Standort sein
– wie ist die Qualität Ihres Produktes
– gibt es einen Kundendienst
– wie ist das Design Ihres Produktes

5. Umsatzplanung „Stolpersteine bei der Gründung“
Die Erstellung eines Umsatz- bzw. Arbeitsplanes gibt Ihnen und möglichen Investoren Sicherheit und ermöglicht die Kontrolle. Bei einer Planung wird zwischen kurz- (6 Monate), mittel- (6 bis 24 Monate), und langfristig (24 bis 60 Monate) unterschieden. Bei der Erstellung eines Zeitplanes reicht es, sich auf wesentliche Meilensteine zu konzentrieren. Zu empfehlen ist, den Umsetzungsplan so aufzubauen, dass dieser sowohl als Planungs- als auch als Controllinginstrument einsetzbar ist.

Tipp:
Gehen Sie in drei Schritten vor:

a) erstellen Sie einen Balkenplan zum zeitlichen Ablauf und den wesentlichen Umsetzungsschritten
b) markieren Sie auf den Balkenplan die wichtigen Meilensteine
c) stellen Sie die wichtigen Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den Arbeitspaketen und Projektabschnitten dar.

Vom Umfang her sollte der Umsetzungsplan eine Kurzübersicht darstellen und daher ca. eine A4 Seite umfassen. „Stolpersteine bei der Gründung“

Typische Inhalte:
die wichtigsten Meilensteine

Arbeitspakete
Aufgabe der Meilensteine und Engpässe
3 Planungsetappen
wann werden evtl. Investitionen nötig sein

Weiterhin gehören der Finanzplan und die Finanzierung zum Gründungskonzept. Diese werden aber Gegenstand eines gesonderten Artikels sein. „Stolpersteine bei der Gründung“